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Bringt dem Durstigen Wasser


Ausspruch über Arabien (oder Ausspruch in der Steppe):
„Bringt dem Durstigen Wasser entgegen, ihr Bewohner des Landes Tema! Geht dem Flüchtling entgegen mit Brot für ihn! Denn vor den Schwertern sind sie geflohen, vor dem gezückten Schwert, vor dem gespannten Bogen und vor der Gewalt des Krieges. Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: Noch ein Jahr, wie die Jahre eines Tagelöhners, so ist alle Herrlichkeit Kedars dahin; und von den tapferen Bogenschützen Kedars wird nur eine geringe Zahl übrig bleiben! Ja, der HERR, der Gott Israels, hat geredet.“  

Jesaja 21,14-17


Dieses prophetische Wort hat Jesaja vor etwa 2700 Jahren von Gott empfangen. Es war zunächst in die damalige Zeit hineingesprochen. Gott kündigt das Gericht über Arabien an. Tema, eine Stadt im Nordwesten Arabiens, wird aufgefordert den Menschen, die aus dem Süden Arabiens auf der Flucht sind, zu helfen.

   Wenn wir dieses Wort aus dem Propheten Jesaja lesen, merken wir, dass es auch die derzeitige Weltlage widerspiegelt. Auch wenn die geographischen Grenzen heute nicht ganz den damaligen entsprechen. Es sind wieder Menschen auf der Flucht vor „der Gewalt des Krieges“, wie vor etwa 2700 Jahren. Wie ähnelt diese Situation damals unseren Tagen, wo wieder Menschen auf der Flucht sind vor Angst und Terror. Eine kleine Gruppe fanatischer Menschen, die vorgeben im Namen ihres Gottes zu handeln, terrorisieren Millionen von Menschen, zerstören Familien und Existenzen, indem sie wahllos morden.

   Hunderttausende sind auf der Flucht nach Europa. Die meisten von ihnen wollen nach Deutschland, in das „gelobte Land“. Hier, fern ihrer Heimat, suchen sie nach einem besseren Leben für sich und ihre Familien in Frieden und Freiheit. Werden sie wirklich das finden, was sie suchen?

  In Vers 14 des obigen Bibeltextes lesen wir „Geht dem Flüchtling entgegen mit Brot für ihn“. Ist das Wort Gottes nicht lebendig und gültig für alle Zeit? Ja, es hat uns doch auch heute noch etwas zu sagen. Und gerade dieses Wort spricht doch in unsere heutige Zeit, in die aktuelle weltpolitische Lage hinein. Viele prophetische Aussagen der Bibel haben sich nicht nur einmal erfüllt, sondern sind mehrfach in Erfüllung gegangen. Gerade wenn es um das sündige Handeln des Menschen und das Ignorieren der Existenz des wahren Gottes der Bibel geht. Gottes Gericht über den sündigen Menschen und sein Ungehorsam gegen Ihn zieht sich durch die ganze Bibel.

Aber das ist nicht der einzige Faden, den wir darin sehen. Da gibt es noch einen zweiten. Es ist die Liebe Gottes zu den Menschen, die sich in Jesus Christus offenbart. Vers 14 leitet uns doch gerade dazu an, Gottes Wort zu befolgen. Es ist doch ein Akt der Nächstenliebe, der uns auch im Neuen Testament dazu auffordert. Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter in Lukas 10 lesen wir ausführlich davon.

  „Geht dem Flüchtling entgegen mit Brot für ihn“. Was heißt das nun für uns? Was lernen wir heute für uns daraus? Wir sollen ihnen Brot bringen. Speise für den Leib. Aber auch Speise für die Seele. Das Brot des Lebens. Der Herr Jesus ist das Brot des Lebens. Wir sind es ihnen schuldig, ihnen den Herrn Jesus nahezubringen. Durch unser Tun der Nächstenliebe geben wir ihnen etwas vom Herrn Jesus weiter. Wir wollen durch unser Tun und Reden die Herzen der Menschen erreichen und sie zu unserem Herrn bringen, auf dass Er sie errettet.     


Hans-Joachim Althaus