Männerfreizeit 2016

LUTHER


„Luther hat in seiner Zeit verschüttete Wahrheiten der Bibel wieder hervorgeholt. Welche biblischen Wahrheiten sind heute verschüttet? Wir wollen gemeinsam über wichtige biblische Fundamente nachdenken, die uns (auch) durch das Jahr 2016 tragen!“

So stand es in der Einladung zum Männerwochenende auf dem Sanderhof. Zweiundzwanzig Männer aus vier Gemeinden ließen sich vom 6. – 8. Januar auf den Sanderhof einladen um das Wochenende in Gemeinschaft, Gebet, mit Vorträgen und Diskussionen zu verbringen.

Als Einstieg zur Gestalt Luther haben wir uns am Freitag Auszüge aus dem Luther Oratorium mit über 3.000 Chorsängern von der Aufzeichnung aus den Dortmunder Westfalenhallen angesehen. In dem Oratorium sah und hörte man, wie Luther aufwuchs, sein innerer Kampf und seine Rechtfertigung vor dem Kirchengericht zu Worms. Am Ende stellte sich die Frage: „Was ist Luther für uns heute und was ist vom lutherischen Wesen in uns?“

Der Abend klang in einer angeregten Gemeinschaftsrunde aus.

Am Samstag startete der Tag mit Gebet und Frühstück. Danach trafen wir uns zu den ersten Vorträgen und Gesprächen.

Fundamente

so hieß das erste Thema. Für jeden Menschen gilt, dass Jesus jeden persönlich mit sich konfrontiert. Wenn wir und darauf einlassen, gibt er uns eine geistliche Offenbarung, die zur persönlichen Erkenntnis und zum Bekenntnis zu Christus wirkt. Gegründet in Christi, wie Luther es ausdrückte.

Das nächste Thema hieß

Veränderung

Am Beispiel eines Ei, das eingefärbt werden sollte, erkannten wir, dass eine Folie, die ein Ei umschließt, erst entfernt werden muss, damit das Ei die Farbe annehmen kann. Eigentlich etwas ganz Simples, aber wie sieht es mit unseren Herzen aus? Oft haben wir eine Schutzschicht um unser Herz, damit nichts dran kommen kann. So wie im Paradies, als Gott am Abend nach dem Sündenfall zum Menschen kommt und der Mensch sich vor seinem Schöpfer versteckt. Wer mit Jesus eine Beziehung haben will, muss diese Schutzschicht entfernen.

Beim nächsten Gedankenanstoß war das Thema:

Verkündigung - Tradition oder Herzensangelegenheit.

Eine kurze Reise durch den Philipper- und den Jakobusbrief regte uns an, über die persönlichen Hintergründe unseres Predigtdienstes und den Umgang miteinander in der Gemeinde nachzudenken. Diese Gedanken haben wir nach dem Mittagessen, das wir uns redlich verdient hatten, bei einem Spaziergang in Einzel- und Gruppengesprächen vertieft.

Am späten Nachmittag setzen wir uns mit dem Thema:

Gemeinde Jesu - Liebesbeziehung oder Zwangsheirat

auseinander. Braut Jesu, die Gemeinde, ist nicht von dieser Welt: sie ist ewig. Jeder Gläubige ist einzeln berufen. Christus ist der Beginn eines neuen Geschlechtes. Aber was ist damit: Können Verlobungen auf geistlichem Gebiet auch scheitern? Kann eine „gelebte Liebe“ die persönliche Beziehung zu Jesus in der Gemeinde ersetzen?

Wie man sich denken kann, war der Abend bei solch spannenden Themen in gemütlicher Runde schnell vergangen. Der Sonntag startete mit einer Mahlfeier vor dem Frühstück. Dieser Vormittag gehörte wieder einzelnen Vorträgen und Diskussionsrunden.

Das erste Thema war:

Baum des Lebens - Leben mit unserem Herrn im neuen Bund

Anhand der beiden Bäume, die im Paradies standen, wurde uns klargemacht, dass unser Handeln nicht mehr nach Gesetz, sondern durch Christus in mir bestimmt sein soll. Nicht nach dem, was gut oder böse ist, sollen wir urteilen, denn das ist gesetzlich. Wenn ich mit Christus gestorben und am Kreuz gehangen und auch wieder auferstanden bin, hat das Gesetz keine Macht über mich. Ich bin in der Verbindung mit Christus und sein Wort kenne ich. In seinem Wort bin ich zuhause, das öffnet mir die Augen für die Wirklichkeit in Christus.

Spannend ging es weiter mit

Selber Denken

Unsere Gemeinde, ist das auch die Gemeinde des Christus? Was ist der Grund, das Zentrum, welche im Mittelpunkt stehen? Ist es Christus oder unsere Bräuche und Traditionen. So wie auch der Messias seine Liebe bewiesen hat, als er sein Leben für uns hingab. Er brachte sich als eine Opfergabe dar, an der Gott großes Gefallen hatte. EPHESER 5:2 Der Mensch sieht den Menschen an, Gott aber sieht ins Herz jedes Menschen. In Grenzen und Kategorien denken ist nicht Gottes Art und Weise. Gemeinde darf keine Grenze ziehen, die Gott nicht haben will. Unser Herz muss die Herzen sehen, nicht die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgruppe.

Den Abschluss machte das Thema:

Was treibt mich als Christ an - Zielorientiert Leben

Ich will nicht behaupten, das Ziel schon erreicht zu haben oder schon vollkommen zu sein; doch ich strebe danach, das alles zu ergreifen, nachdem auch Christus von mir Besitz ergriffen hat. -PHILIPPER 3:12 Lasst uns nachjagen und ergreifen, so sagt Paulus, das Ziel im Blick behalten und darauf zustreben und doch im Meer seiner Gnade mich versenken. Kraft und Ruhe aus derselben Quelle schöpfen, weil ich von Jesus ergriffen bin. Jesus will den schwachen Menschen an Leib und Seele umwandeln in einen neuen geistlichen Menschen, ein echtes Kind Gottes. Dazu gehört:
1. Vergessen, was hinter mir ist.
2. Das Ziel ist Jesus, ihn zu erkennen wie ein Mann seine Frau erkennt und umgekehrt.
3. Jesus erwarten, dass er wiederkommt in Herrlichkeit.


Das Wochenende auf dem Sanderhof hat alle angesprochen und zum Nachdenken angeregt. Wir durften über die Grenzen einer Gemeindezugehörigkeit und Glaubensausrichtung hinaus eine herzliche Gemeinschaft erleben. Wir erlebten uns als Brüder im Herrn. So wie Luther sind wir bereit, offen für das Wort Gottes zu sein, wenn es uns anspricht und ER uns verändern will. Um es mit Paulus zu sagen:

„Ich lebe praktisch nicht mehr. Christus lebt in mir. Und das Leben, das ich jetzt noch in meinem sterblichen Körper führe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich geopfert hat.“ Galater 2,20

Harald Bender