Jesus, dir nach, weil du rufst!


Am 23. Juli feierten wir mit großer Freude ein Tauf - Fest. Freude im Himmel war an diesem Tag auch über Die-ter und Madeleine, die mit ihrer Taufe bekannten, dass sie Jesus Christus nachfolgen wollen. Es ist die überwältigende Gnade und Liebe Gottes, die einen Menschen zur Umkehr bewegt und rettet.

"Amazing Grace" sang Madeleine in einem bewegenden Solo - Vortrag  als persönliches Zeugnis für uns.

Gemeinsam stimmten wir in den Dank und das Lob Gottes ein: "Wer ist ein Gott, wie du? Der die Sünde verzeiht und das Unrecht vergibt. ... Du liebst es, gnädig zu sein."

In der Predigt dachten wir über zwei Fragen nach: Warum lässt sich ein Mensch taufen? Was kann mich hindern, getauft zu werden?


Ein anschauliches Beispiel finden wir in der Begegnung von Philippus mit dem Finanzminister der Königin von Äthiopien. (Apg. 8). Philippus wird von einem Engel des Herrn zu dem Hofbeamten geschickt, als dieser auf dem Weg von Jerusalem zurück in sein Heimatland ist. Er erklärt ihm den Text aus Jesaja 53. Hier spricht der Prophet von Jesus Christus, der als das Lamm Gottes freiwillig an unserer Stelle die Strafe für die Sünde auf sich nahm, damit wir frei ausgehen und ewiges Leben haben können. Dieses Geschenk der Gnade darf jeder Mensch annehmen, unabhängig von seiner Hautfarbe oder Herkunft. - Darauf stellt der Finanzminister Phillippus die Frage: Was hindert mich, getauft zu werden?


Was kann uns hindern, getauft zu werden?  - Die Taufe symbolisiert, dass das alte ICH mit Jesus stirbt und neues Leben zur Entfaltung kommt. Sie ist ein öffentliches Bekenntnis meiner "Bankrotterklärung": Ich habe das Ziel verfehlt, ich bin nicht gut genug für Gott. Ich brauche Hilfe, Gnade und Vergebung.  

Uns wurde bewusst: Die Taufe ist in jeder Hinsicht eine Herausforderung. Sie ist eine Willensentscheidung, kostet Mut, bedeutet Stolz und Menschenfurcht zu überwinden. Aber der Herr Jesus, der uns dazu aufruft, spricht uns seinen Beistand zu, wie es auch der Taufspruch von Dieter zum Ausdruck bringt:

"Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?

Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?" Psalm 27,1


Der Kämmerer missachtete Stolz und Menschenfurcht und ließ sich ohne Zögern von Philippus taufen. Er hatte verstanden, dass die Taufe der erste Auftrag des Herrn Jesus an jeden ist, der seine Gnade für sich persönlich in Anspruch genommen hat.

Mit der Taufe erfülle ich also Gottes Willen, ehre Ihn durch Gehorsam und werde dadurch gesegnet. Diesen Segen erfuhr auch der Kämmerer; denn von ihm lesen wir: Er zog seinen Weg mit Freuden.

"Seht welch eine Liebe uns der Vater erwiesen hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen - und wir sind es auch!" 1.Joh. 3,1 (Taufspruch von Madeleine)

Mit einem gemeinsamen Mittagessen in fröhlicher Runde durften wir unser Tauf - Fest abschließen.

Karin Uszkurat