PSALM 2


„Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften? Die Könige der Erde treten auf, und die Fürsten beraten miteinander gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten:

Lasst uns zerreißen ihre Fesseln und von uns werfen ihre Seile!“ (Vers 1-3).

So sprechen die Ungläubigen, kennen wir das nicht? Wir Menschen denken, dass wir alles im Griff haben, wollen uns entfalten, so wie wir es für richtig halten. Stellen immer mehr die Schöpfungsordnung auf den Kopf und machen unser eigenes Ding. Wir erheben uns gegen Gott, wollen ihn beiseite schaffen. Wir verdrängen ihn nicht nur, sondern wir klagen gegen ihn und drohen ihm oftmals!

Ein Beispiel: Ein Vater straft seine 4 und 5-jährigen Kinder nachdem sie etwas Böses getan haben. Die Kinder sind im Moment der Strafe natürlich sauer, gehen gemeinsam in ihr Zimmer. Der Vater lauscht anschließend an der Tür der Kinder: „Der Papa hat uns jetzt gestraft, weil wir das nicht machen sollten, damit bin ich aber nicht einverstanden! Lass uns zusammen raus aus dem Zimmer gehen und dann zeigen wir dem Papa wo es lang geht und übernehmen das Haus, dann können wir endlich alles so machen wie wir das wollen!!!“ Der Vater steht vor der Tür und … lacht!

Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet ihrer.“  (Vers 4)

Das ist Gottes Reaktion auf das Verhalten der Menschen. Gott ist nicht im Himmel und ist traurig und hat Angst vor den Menschen, die ihm drohen!

„Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn, und in seiner Zornglut wird er sie schrecken.“ Das ist Gottes Macht, das ist seine Antwort auf die Rebellion der Menschen.

Diese wenigen Zeilen sollten uns die mächtige Seite Gottes zeigen. Ich möchte, dass diese Zeilen unser Leben beeinflussen, dass uns Gott mächtiger und größer wird. Nichts in meinem persönlichen Glaubensleben hat mehr Einfluss als das Bild, welches ich von Gott dem Herrn habe. Das Bild, welches wir von Gott haben prägt uns in unserem persönlichen Leben und auch in der Ausstrahlung nach außen.  Wir erzählen doch gern von Helden, von Menschen, die was bewegt haben, wir schämen uns doch nicht für Leute wie Martin Luther, der mit seinem Mut etwas bewegt hat wie kaum ein anderer! Aber warum schämen wir uns von diesem mächtigen Gott zu sprechen? Weil wir ihn nicht kennen und nicht von ihm fordern!

„Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben und die Enden der Erde zum Besitztum.“ (Vers 8)

Als George Whitefield das Schiff nach Amerika betrat, auf dem raue Seemänner und spanische Soldaten waren, betete er, dass er die Mitreisenden mit „heiliger List“ fängt und sie das Evangelium annehmen. Schon nach wenigen Tagen schrieb Whitefield folgendes in sein Tagebuch: „Die Whitaker war vollends zur schwimmenden Kapelle geworden.“ (George Whitefield, Benedikt Peters-CLV). Whitefield kannte seinen Gott, forderte von ihm und Gott gab seine mächtige Antwort!


Jonathan Spies

GOTT
begegnen