GOTT
begegnen

WARUM PETRUS SO EIN FEIGLING WAR.


Petrus der so ein kräftiger und willensstarker Mann war, hat bei der Gefangennahme und nachher bei dem Verhör Jesus so kläglich versagt. Seine großen Worte: "Und wenn alle an dir irre werden - ich werde dich nie verlassen!" Mat 26, 33, zerschmolzen am Feuer im Innenhof des Palastes wie Butter in der Pfanne. Die aggressive Stimmung, das laute Verhör, das Schreien der Ankläger, all das verängstigten ihn immer mehr und mehr, so dass er am Ende sogar schwor ihn, seinen Herrn Jesus, nicht zu kennen.


Und das ist gut so

Stellen wir uns doch nur einen kleinen Moment vor die Geschichte wäre anders herum gelaufen. Petrus wäre Jesus nicht von der Seite gewichen. In Gethsemane mit Jesus verhaftet, gefesselt vor den Hohen Rat geschleppt, er wäre mit Jesus angeklagt worden,  geschlagen und geprügelt, bespuckt und erniedrigt worden, gleich seinem Herrn.

Was hätten wir aus diesem Menschen gemacht?

Wir hätten Ihn glorifiziert, ihn auf die gleiche Stufe wie Jesus gestellt, Petrus der Mitträger all unserer Schmerzen, Petrus der mit Jesus Leiden musste und mit Jesus an das Kreuz ging.

Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen. Was wäre daraus entstanden, wenn Maria auf Grund ihrer Mutterschaft für Jesus schon als Himmelskönigin bezeichnet, und ihr ein Fürsprache Recht im Himmel zugeschreiben wird; so wäre Petrus zum Miterlösser aufgestiegen, höher als Maria, höher als alle Propheten und höher als Jesus denn Petrus war ja nur ein Mensch wie Du und ich.

Genauso wie Judas zum Verräter werden musste so musste Petrus zum Feigling werden. Jesus musste ab Gethsemane allein, ohne menschliche Hilfe den Weg gehen, den sein Vater für Ihn vorgesehen hatte.

Er musste alles ertragen  den Spot, den Hohn und die Schmerzen. Jeder Schritt brachte ihn näher an sein Ziel, das Kreuz auf Golgatha, und als er da hing, unter Verbrechern und Mördern, da konnte er schreien: „ Vater, Vater es ist vollbracht“


Gott lässt sich auf keine Kompromisse ein, sein Wort erfüllt sich zu 100 Prozent. So wie sein Gericht zu hundert Prozent gerecht ist so ist seine Vergebung auch völlig und ausnahmslos. Gott braucht uns nicht aber er tut für uns alles.


Harald